Der Beruf, der zum Hobby wurde


London Eye


Grüner See in Trofaiach


Tautropfen

Ich war im Jahr 1998 in einer Sportbildagentur beschäftigt und wurde dort mit dem Foto-Virus infiziert. Eigentlich wurde ich in der Agentur eingestellt, um die firmeneigene Website zu warten und zu erweitern. Bald allerdings rief mein Chef mich zu sich und meinte: "Hier, eine Kamera. Sie haben ihren ersten Fototermin. Fahren sie zu Otto Wanz und fotografieren sie ihn mit seinem Hund".

Nun, was soll ich sagen - das tat ich dann auch. Ich fuhr zu Otto Wanz und machte Fotos von ihm mit seinem Hund. Ein Redakteur der Kleinen Zeitung brauchte die Bilder für eine Story. Tags darauf war mein Bild in der Zeitung abgedruckt. Ein Gefühl, das dem eitlen Geist durchaus schmeichelt.

Im Jahr 1998 steckte die digitale Fotografie noch in den Kinderschuhen. Es gab zwar eine digitale Spiegelreflexkamera in der Firma, der Großteil der Bilder jedoch wurde noch auf Kleinbildfilm gemacht, mit einem Negativscanner eingescannt und in der firmeneigenen Bilddatenbank abgelegt. Die Ordner mit den gesammelten Negativen füllten mehrere Büroschränke. Immer öfter passierte es, daß ich mir eine Kamera und Objektive von der Firma ausborgte und damit experimentierte. Diese Experimente wurden von meinem Chef durchaus wohlwollend zur Kenntnis genommen und gefördert.

Ich habe in dem knappen Jahr, während ich bei der Bildagentur beschäftigt war, sehr viel gelernt. Das Basiswissen - was sind Blende und Belichtungszeit - habe ich mir weitgehend selbst angeeignet. Ich lernte jedoch sehr viel über Bildausschnitt, Diagonale, den goldenen Schnitt, Bilddynamik, Bearbeitungstechniken, das Erkennen von guten Motiven und vieles mehr. Ich verließ die Agentur bald wieder, um meine berufliche Bestimmung anderswo zu finden. Ich nahm jedoch einen für mich unbezahlbaren Schatz an Wissen mit.

Die Faszination

Was ist die Faszination der Fotografie? Ich glaube nicht, daß ich dies konkret benennen kann. Es ist ein schönes Gefühl, wenn ein Bild am Ende so wird, wie man es sich vor dem Drücken des Auslösers erhofft. Noch schöner ist es, wenn das Ergebnis die Erwartung übertrifft. Die Freude an der Fotografie ist für mich gleichbedeutend mit der Freude am schönen Bild, mit dem Faible für Ästhetik. Umso faszinierender ist das Wissen, warum ein schönes Bild als schön empfunden wird.

Ausrüstung

Ich fotografiere seit einiger Zeit mit der Canon EOS 300D und Objektiven von Canon (18-55mm, 75-300mm), Sigma (10-20mm) und Tamron (90mm Makro). Obwohl es mittlerweile bereits zwei Nachfolgermodelle zur EOS 300D gibt, bin ich mit der Kamera nach wie vor sehr zufrieden. Mein Favorit unter den Objektiven ist das Makro von Tamron, welches sich auch hervorragend für Portraits eignet.

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Martin Dunst, 16.12.2006
Zuletzt geändert am 28.4.2015